Oper in der Ruhrmetropole (Saison 2024/2025)

 

Hier starte ich am 22. September mit der Neuproduktion der "Zauberflöte". Man darf gespannt sein.

Nun, nach reiflicher Überlegung hatte ich mich dazu entschieden, mir diesen Unfug doch nicht anzusehen. Kindesmissbrauch, moderne Ersatztexte, alberne Masken, etc., das brauche ich nicht. Die Szenenfotos, die ich auf der Webseite des Aalto gesehen habe, reichten mir vollkommen. Ich habe es mir stattdessen mit einem spannenden Krimi auf dem Sofa gemütlich gemacht. Davon hatte ich mehr und musste mich nicht ärgern, und das hätte ich mit Sicherheit.

Die nächste Aufführung ist zum Glück eine alte Wiederaufnahme, damit kann man nichts falsch machen...

 

20. Oktober 2024, Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart - Wiederaufnahme -

 

Diese Inszenierung kannte ich ja schon und hatte sie mehrfach gesehen. Heute wurden die Hauptrollen von anderen Sängern dargestellt:

  • Don Giovanni - Tobias Greenhalgh
  • Leporello - Baurzhan Anderzhanov
  • Donna Anna - Sophia Brommer
  • Donna Elvira -Nataliia Kukhar
  • Komtur - Sebastian Pilgrim
  • Masetto - Karel Martin Ludvik

Ein angenehmer und schöner Abend ohne Ärgernisse.

 

30. November 2024, La forza del destino von Giuseppe Verdi

 

Vor 12 Jahren habe ich das letzte Mal diese wunderbar Oper hier im Aalto gesehen, damals noch die Inszenierung von Dietrich Hilsdorf. Natürlich war ich gespannt auf diese Neuproduktion, die in der Presse nicht so gut beschrieben wurde. Ich war dann aber von der Aufmachung her angenehm überrascht. Die riesigen Statuen und Gerüste fand ich nicht störend, sie bildeten für mich mit den passenden Kostümen ein harmonisches Bild. Bei dieser Oper dominiert ohnehin die hinreißend schöne und überirdische Musik, die einem ein gewisses Wohlbefinden liefert. Musik zum Wohlfühlen eben. 

Die Besetzung war wirklich klasse - bei meinen nächsten Besuchen werde ich nach und nach auch die anderen Besetzungen kennenlernen.

 

  • Il Marchese di Calatrava - Andrei Nicoara
  • Donna Eleonore - Astrik Khanamiryan
  • Don Carlo di Vargas - Stefano Meo
  • Don Alvaro - Antonello Palombi
  • Preziosilla - Bettina Ranch
  • Padre Guardiano - Almas Svilpa
  • Fra Melitone - Karel Martin Ludvik
  • Curra - Ks. Marie-Helen Joël
  • un alcade - Hyedong Joon Ha
  • Mastro Trabuco - Alejandro del Angel
  • Un Chirurgo - Yancheng Chen
  • Musiker - Tim Waizenegger
  • Musikalische Leitung - Wolfram-Maria Märtig

 

Die dreieinhalb Stunden vergingen wie im Flug, und es hätte ruhig noch weitergehen können... Meinem Mann, der die Oper zum ersten Mal gesehen hatte, war auch begeistert, wenn ihm auch diese Länge etwas zuviel war. 

Es war ein wirklich wunderbarer Opernabend, und ich schwebte nach Hause. Zum Glück habe ich noch zwei weitere Aufführungen gebucht.

 

13. Dezember 2024, La Cenerentola/Aschenputtel von Gioacchino Rossini

 

Die Aufführung kam in der Presse ja nicht so gut weg. Nun, ich kann das nicht bestätigen. Man hatte für eine angenehme Atmosphäre gesorgt: Der Boden sah etwas wie heller Parkett aus, im Hintergrund wechselten die Stoffe. Dass man kaum oder fast keine Requisiten mehr einsetzt, daran habe ich mich inzwischen gewöhnt (Zeffirelli, das war leider eben mal...). Die Kostüme waren jedenfalls passend zum Stück und der Zeit, in der die Oper spielt. Dass die Cenerentola ein Müllmädchen ist - geschenkt. Sie ist eh nicht gewollt und nur geduldet, wird gemobbt und nicht anerkannt. Ob sie nun als Küchenmagd dargestellt wird, oder als Müllmädchen, bleibt doch gleich.  

Die Musik ist schön, die Sänger füllten alle ausnahmslos ihre Rollen perfekt aus. 

Das war die heutige Besetzung:

 

  • Don Ramiro - Mykhailo Kushlyk
  • Dandini - Alec Avedissian
  • Don Magnifico - Vincenzo Nizzardo
  • Clorinda - Ks. Christina Clark
  • Tisbe - Cassandra Doyle
  • Angelina (Cenerentola) - Nataliia Kukhar
  • Alidoro - Baurzhan Anderzhanov
  • Wirbelwind (Tänzer, Alidoro-Double) - Francesco Matejcek
  • Musikalische Leitung - Tommaso Turchetta
  • Inszenierung - Bruno Klimek
  • Bühne - Jens Kilian
  • Kostüme - Tanja Liebermann
  • Licht - Andreas Fuchs
  • Choreinstudierung - Patrick Jaskolka
  • Dramaturgie - Savina Kationi

 

Es war ein sehr schöner, kurzweiliger Abend. Aber einmal reicht für mich, ich bevorzuge ja die dramatischen Opern.  

 

21. Dezember 2024, Tosca von Giacomo Puccini

 

Auch diese Oper geht immer, und ich hatte einen wunderbaren Opernabend. Die Besetzung war unverändert.

 

12. Januar 2025, la forza del destino von Giuseppe Verdi

 

es war erneut ein absolut hinreißender Abend mit einer Oper, bei der man immer mal wieder gerne die "Repeat"-Taste drücken möchte. Schade, dass sie so selten gezeigt wird.

 

05. Februar 2025, la forza del destino von Giuseppe Verdi

 

Ich hatte schon drei Aufführungen gebucht, aber ich habe mir dann doch noch ein Ticket für den heutigen Abend gekauft und habe den Abend sehr genossen. Schön, dass es nun noch ein viertes Mal gibt!